Ausleitung

 

Bei allen auf dieser Seite beschriebenen Methoden handelt es sich um Naturheilkunde, um Verfahren, die seit Jahrhunderten ausgeübt werden. Ihre Wirkung und Wirksamkeit wurde allerdings noch nicht durch valide wissenschaftliche Studien bewiesen.
 

Schröpfen

Schröpfen wird dem Bereich der „Reiztherapien“ und „ausleitenden Verfahren“ zugeschrieben und ist seit alters her bei vielen Kulturen bekannt. 

Mit Hilfe eines Vakuums in Schröpfgläsern, und infolgedessen auch auf der Körperoberfläche, sollen bestimmte Bereiche energetisch wieder in Fluss gebracht werden, durch Anregung der Durchblutung und Lockerung des Bindegewebes sowie der Muskulatur. Man nimmt an, dass dabei Schadstoffe verstärkt über die erhöhte Lymphzirkulation entsorgt werden.

Nach westlicher Sichtweise kann es kommen zu:

  • Stoffwechselaktivierung,
  • Blut- und Lymphzirkulation wird verbessert,
  • Tonusreduzierung der darunterliegenden Muskulatur,
  • über den Reflexbogen entsteht auch ein Impuls auf erkrankte Organe,
  • Immunstimulation,
  • Schmerzabnahme.

Nach Traditioneller Chinesischer Medizin (TCM) kann Folgendes eintreten:

Über die Reizung der Akupunkturpunkte sollen auch die Reflexzonen aktiviert werden, die eine enge Beziehung zu den inneren Organen haben. Durch das Schröpfen kann ein Reiz gesetzt werden, wodurch das Bindegewebe verstärkt durchblutet und die Organtätigkeit der korrespondierenden Organe verbessert werden sollen.

Pathologische Faktoren wie Wind, Kälte, Feuchtigkeit, Schleim sollen eliminiert und der Energiefluss angeregt werden.

Ablauf:

Das Schröpfen erfolgt bei der TCM im Bereich der Akupunkturpunkte, bestimmter Schmerzpunkte, Muskelverhärtungen (Myogelosen) sowie schmerzhafter Areale.

Ich verwende das unblutige Schröpfen beim sitzenden bzw. liegenden Patienten, wobei die Luft innerhalb der Glashohlkugeln (Schröpfgläser) durch Abbrennen eines alkoholgetränkten Wattebausches erhitzt wird und das Glas auf die Haut verbracht wird. Die sich abkühlende Luft erzeugt das Vakuum, gleiches geht auch mit Schröpfgläsern, die einen Gummiball als Absaugvorrichtung haben. 

Je nach Zustand des Patienten werden bis zu 8 Gläser appliziert und für bis zu maximal 30 Minuten auf dem Körper belassen. Dabei entstehen im Bereich des Vakuums blaue Hautverfärbungen (Hämatome). Ein erneutes Schröpfen sollte erst nach dem Abklingen der Hautsymptome erfolgen. Es sind in der Regel 2 – 3 Behandlungen in einwöchigem Abstand notwendig.

Mögliche Nebenwirkungen:

Einblutungen ins Gewebe / Blutergüsse (Hämatome), welche nach circa 6 Tagen abgebaut sind, leichte Blutdrucksteigerung- beziehungsweise -senkung, bei empfindlicher Haut eventuell Spannungsbläschen.

Anwendungsgebiete:

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates,
  • Muskelverspannungen,
  • Halswirbelsäule- (HWS-) und Schulterbereich,
  • Hexenschuss,
  • Einengung eines Nerven im Handgelenksbereich (Karpaltunnelsyndrom),
  • Schmerzzustände im Bereich des Stütz- und Bewegungsapparates, die mit Funktionseinschränkungen einhergehen (Rheuma),
  • Bluthochdruck,
  • starke Schmerzen im Brustkorb und Rücken (Intercostalneuralgie),
  • Nervenschmerzen als Folge von Gürtelrose (Post-Zoster-Neuralgie), 
  • Erkältungskrankheiten,
  • Nasennebenhöhlen-Entzündung (akute Sinusitis),
  • Schnupfen (Rhinitis),
  • Halsentzündung,
  • Atemwegsentzündungen (akute und chronische Bronchitis),
  • Leber- und Gallenleiden,
  • degenerative Erkrankung im Hüftgelenk (Coxarthrose),
  • Kopfschmerzen,
  • Migräne,
  • Verstopfung (Obstipation),
  • Müdigkeit.
Gegenanzeigen (Kontraindikationen):

  • Blutgerinnungsstörungen,
  • längere Behandlung mit Blutgerinnungs-Medikament (Marcumarisierung),
  • offene Hautverletzungen,
  • Tumore,
  • akuter Bandscheibenvorfall,
  • bei Schwangerschaft kein Schröpfen unterhalb des Bauchnabels,
  • hohes Fieber,
  • Krampfneigung,
  • Schwäche.

 

Schröpfkopfmassage:

Die Schröpfkopfmassage soll einen stärkeren Effekt haben als eine normale Massage Blut, Lymphe und Qi zu bewegen. Verspannungen und Verkrampfungen sollen sich lösen. Der Schröpfkopf (das Schröpfglas) wird großflächig über die eingeölte Hautfläche / Muskelpartien gezogen, bis eine Rötung der Haut zu sehen und ein Wärmegefühl zu spüren ist.  

Die Anwender erhoffen sich von der Methode für ihre Patienten:

  • Durchblutungsförderung,
  • Lymphflussanregung,
  • Einfluss auf innere Organe,
  • Entfernung von pathologische Faktoren

Anwendung:

  • Schmerzen im Bewegungsapparat,
  • schmerzhafte Muskel-Verhärtungen oder -Knötchen (Myogelosen),
  • Spannungskopfschmerz,
  • Halswirbelsäulen- (HWS-) Syndrom,
  • chronische Erkrankungen,
  • Magen-Darm-Erkrankungen,
  • Immunstimulation,
  • gynäkologische Erkrankungen.
Mögliche Nebenwirkungen:

  • akute, fieberhafte Erkrankungen,
  • Bluthochdruck,
  • Anwendung am Unterbauch von Schwangeren,
  • Sensibilitätsstörungen,
  • Taubheit,
  • Lähmungen.
  Der Patient sollte nach einer Behandlung nichts Kaltes essen oder trinken, warme Kleidung anziehen und ausruhen.

 

Gua Sha

Ich benutze in meiner Praxis unter anderem die volksheilkundliche Behandlungsmethode „Gua Sha“ aus Asien. Sie wird in Asien seit langem eingesetzt zur Schmerzbehandlung, um Schadstoffe und Säuren aus dem Körper auszuleiten und diesen so zu entgiften.

Gua Sha ist eine alternative Methode. Da keine wissenschaftlichen Studien zur Wirkung vorliegen, ist sie schulmedizinisch bei uns nicht anerkannt.

Gua Sha wird als „Reiz-“ beziehungsweise „Ausleitungs-Methode“ eingeordnet, gehört zu den Massagetechniken und bedeutet begrifflich etwa „Schaben mit Rötung als Hautreaktion“.

Aus asiatischer Sicht soll Gua Sha die krankheitserregenden Faktoren (Wind, Hitze, Kälte, Feuchtigkeit) von der Körperoberfläche vertreiben, Körperflüssigkeiten bewegen und Stauungen von Qi und Blut lösen.

Gua Sha soll folgende Eigenschaften haben:

  • durchblutungsfördernd,
  • entspannend,
  • schmerzlindernd,
  • stoffwechselaktivierend,
  • eine Harmonisierung des Qi-Flusses,
  • Anregung der Hautausscheidung und Hautfunktion,
  • Ableitung von Toxinen über die Haut,
  • Anregung der inneren Organe,
  • Immunstimulation.

Sie können sich Ihr eigenes Urteil bilden, indem Sie sich eine solche Behandlung in meiner Praxis gönnen.

Behandlungsablauf:

Mit einem Schaber aus Büffelhorn oder anderen Materialien mit abgerundeter Kante wird über die betroffenen, eingeölten Hautareale entlang der Muskulatur bzw. Leitbahnen (Meridiane) geschabt, so lange, bis eine Rötung in der Haut sichtbar wird.

Je nach Stärke einer vorhandenen „Blutstauung“ soll, nach asiatischer Sichtweise die Rötung auf der Haut entsprechend ausfallen. Durch das Schaben sollen sich vorhandene Stauungen lösen, die oberflächlichen Blutgefäße geöffnet, die Durchblutung angeregt und der Stoffwechsel aktiviert werden, sodass Schlackenstoffe besser abtransportiert werden können.

Da die Schabetechnik im Bereich der Akupunkturpunkte beziehungsweise Reflexzonen auf dem Rücken ausgeführt wird und diese auch mit den inneren Organen in direkter Verbindung stehen, soll Gua Sha auch einen Einfluss auf Organstörungen haben können.

Rücken, Nacken, Schulter, Brust, Arme, Beine oder Gelenke behandelt man – schmerzfrei – im Sitzen oder Liegen. Die Patienten spüren eine angenehme Erwärmung und Lockerung der angespannten Muskulatur. Die Behandlung dauert circa 15-20 Minuten. Blaue Flecken (Hämatome) nach der Behandlung sind erwünscht. Die Rötung verschwindet nach 4-6 Tagen. Der Patient kann 1-2 Tage nach der Behandlung einen leichten Muskelkater verspüren.

Kontraindikationen / Gegenanzeigen:
In seltenen Fällen kann es zu

  • Schwindel,
  • Kreislaufstörungen,
  • Blässe oder
  • Schweißausbruch

kommen.

Nach einer Gua Sha-Behandlung sollte der Patient viel trinken und sich ausruhen. Zusätzlich sind leichte Dehnübungen ideal.

Ideal ist es, die Behandlung bis zur Erreichung des Behandlungsziels im wöchentlichen Abstand zu wiederholen.

Anwendungsgebiete:

  • Akute und chronische Schmerzen,
  • Nackenschmerzen,
  • Verspannungen,
  • Rückenschmerzen,
  • Kopfschmerzen und Migräne,
  • Erkältungen,
  • Nasennebenhöhlen-Entzündung (Sinusitis),
  • Nasenschleimhaut-Entzündung (Rhinitis),
  • chronische, entzündliche Atemwegs-Erkrankung (Asthma),
  • Verdauungsprobleme,
  • weitere Probleme innerer Organe , wie z. B. Blase, Gebärmutter (Uterus), Niere.
Gua Sha sollte nicht angewendet werden bei:

  • Blutungsneigung oder
  • Einnahme von Blutverdünnern,
  • im Bereich von Leberflecken,
  • Pickeln,
  • frischen Verletzungen,
  • Sonnenbrand,
  • Ausschlägen,
  • Bauch von Schwangeren,
  • geschwächten Patienten.

 

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